ICE-Umleitung

Hessen

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 wurde die IC-Linie 26 zur ICE-Linie aufgewertet. Seit dem verkehren auf der Main-Weser-Bahn ICE-Fahrzeuge der Baureihe 411 (ICE-T) im zwei Stundentakt. Diese planmäßig verkehrenden ICE-Züge sind somit keine Umleitungen, auf die diese Seite nach wie vor abzielt. ICE-Umleitungen anderer ICE-Baureihen finden weiterhin statt.

Wann werden ICE-Züge umgeleitet?

ICE-Umleitungen über die Main-Weser-Bahn sind (z.B. durch Betirbsstörungen zwischen Frankfurt, Fulda und Kassel) jederzeit möglich. Meistens werden die ICE-Züge jedoch kurzfristig umgeleitet. Es ist aber eher unwahrscheinlich ICE-Umleiter auf der Main-Weser-Bahn sehen. Anders ist es bei geplanten Umleitungen durch Bauarbeiten. Fahrplanänderungen und baustellenbedingte ICE-Umleitungen werden einige Wochen vorher auf der Seite der Deutschen Bahn angekündigt.

Betriebsstörungen

Betriebsstörungen sind Vielfältig, zum Beispiel Signalstörung, Stellwerkstörung/-ausfall, Unwetter oder ein vorausfahrender liegen gebliebener Zug. Aber auch Personenunfälle gehören zum Bahnalltag. In allen Fällen wird eine Streckensperrung eingerichtet.

Dabei ist es unrelevant ob die Schnellfahrstrecke Fulda-Kassel oder die Main-Kinzig-Bahn zwischen Fulda, Hanau und Frankfurt gesperrt ist. ICE-Umleitungen sind in jedem Fall sehr wahrscheinlich.

Welche ICE-Züge werden umgeleitet?

Meistens werden ICE1- und (neuerdings auch) ICE4-Züge über die Main-Weser-Bahn umgeleitet. Diese Züge bedienen die ICE-Linie 20/22 (Hamburg-Zürich/-Stuttgart), welche ohne Halt durch Fulda fährt. Die Bahn ist jedoch dabei, die Fahrzeugflotte auszutauschen. Die ICE1 werden sukzessive durch die neuen ICE4 ausgetauscht, so dass bald alle ICE1 bei ICE-Umleitungen auf der Main-Weser-Bahn verschwinden könnten.

Umgeleitet werden können aber auch andere ICE-Linien und -Baureihen, beispielsweise die ICE-Linie 12 (Berlin-Frankfurt-Basel; ICE1) und ICE-Linie 13 (Berlin-Frankfurt; ICE-T). Diese halten in Fulda (und teilweise Hanau) und werden nur umgeleitet wenn die Störung so zentral ist dass Fulda nicht angefahren werden kann. Andernfalls fahren diese Züge eine Umleitung Mannheim/Frankfurt-Aschaffenburg-Fulda oder Fulda-Bebra-Kassel/Göttingen, so dass der Halt in Fulda realisiert werden kann.

Hin und wieder werden auch Fahrzeuge vom Typ ICE3 auf der Dillstrecke Richtung Frankfurt gesichtet.

Strecke Friedberg-Hanau

Immer wieder werden auch ICE zwischen Friedberg und Frankfurt über Nidderau und Hanau umgeleitet. Beispielsweise dann, wenn eine Streckensperrung erst in Kraft tritt nachdem der Zug Frankfurt(M)Hbf Richtung Fulda bereits verlassen hat.

Im Jahr 2018 gab es einige geplante ICE-Umleitungen durch Baustellen zwischen Frankfurt, Fulda und Kassel, die aufgrund des Kapazitätsengpasses wegen der Baustelle zum viergleisigen Ausbau der S6 erst ab Hanau über die Main-Weser-Bahn umgeleitet wurden.

Halt in Gießen oder Marburg

Über die Main-Weser-Bahn umgeleitete ICE-Züge halten in der Regel nicht in Gießen oder Marburg. Wobei es immer mal wieder zu Betriebshalten roten am Ausfahrsignal kommt. Im Frühjahr 2017 hielt ein ICE-Umleiter (ICE2) Frankfurt-Berlin an acht Wochenenden ganz regulär in Friedberg, Gießen und Marburg gehalten, in Fahrtrichtung Süden nur in Marburg. Der Zuspruch war erstaunlich groß, das Potential für einen solchen Zug scheinbar vorhanden.

Verspätungen

Ein über die Main-Weser-Bahn umgeleiteter ICE hat durch die Umleitung eine Fahrzeitverlängerung von 25 Minuten, sofern er in Frankfurt(M)Hbf am Gleis 12 hält von wo aus er direkt auf die Main-Weser-Bahn fahren kann. Diese Variante wird aber seit bestehen des ESTW im Frankfurter Hauptbahnhof nicht mehr durchgeführt. Sofern die Züge eine Stadtrundfahrt über Niederrad/Abzw. Forsthaus fahren, beträgt die Fahrzeitverlängerung knapp 35 Minuten. Über Hanau sind es ca. 40 Minuten.

Problemfall Frankfurt(M)Hbf & zu kurze Bahnsteige

Von den ICE-Gleisen 6-9 gibt es keine direkte Weichen-/Gleisverbindung zur Main-Weser-Bahn. Die Main-Weser-Bahn erreicht man lediglich vom Gleis 10 – 16, die für ICE1-Langzüge jedoch zu kurz sind. Vor Inbetriebnahme des ESTW am Frankfurter Hauptbahnhof haben ICE-Umleiter am Gleis 12 gehalten, wobei der vorderste Wagen und Triebkopf ins Gleisvorfeld hinaus ragten und dabei auch eine Weiche blockierte. Aus Sicherheitsgründen wird heute davon abgesehen. Dafür nimmt man die Fahrzeitverlängerung für die Rundfahrt Niederrad/Abzw. Forsthaus in kauf.

Mit der Modernisierung/Umbau hat man auch bei anderen Bahnhöfen die Bahnsteige gekürzt – so sind mittlerweile auch die Bahnsteige in Gießen und Marburg zu kurz für einen ICE-Langzug. Auch in Friedberg will die Bahn den Fernbahnsteig künftig auf 275 Meter kürzen.

Außerdem ist aktuell die Rede von einem neuen Fernbahntunnel Offenbach – Frankfurt, welcher der Main-Weser-Bahn keinen Nutzen bringt. Fernzüge welche über die Main-Weser-Bahn verkehren, könnten diesen Fernbahnhof nicht anfahren. Im Umkehrschluss könnte dieser Tunnel eine Gefahr für den Fernverkehr auf der Main-Weser-Bahn werden.